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Neue Hoffnung für das insolvente Skigebiet Gaißau-Hintersee

Als Redakteurin bei Skigebiete-Test habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht: Seit September 2016 bin ich leitend für den Content auf Deutschlands größtem Wintersportportal zuständig. Die Berge faszinieren mich seit jeher und auf Skiern stand ich zum ersten Mal im Kindergarten. Absolut infiziert bin ich auch mit dem Weltcup-Virus und verpasse im Winter nur selten Rennen im TV.... Mehr erfahren

aktualisiert am Jun 17, 2020

Das marode Skigebiet Gaißau-Hintersee hat neue Eigentümer: Zwei Österreicher haben die insolventen Bergbahnen gekauft und wollen nach dem Stillstand in den letzten beiden Jahren den Skibetrieb ab 2021 wieder aufnehmen. Seit 2016 hatte die Skischaukel im Salzburger Land mehrteilig einem chinesischen Großinvestor gehört, der statt zu investieren mit Pachtzahlungen immer weiter in Rückstand geraten ist. Die Forderungen der Gläubiger beliefen sich zuletzt auf über 500.000 Euro.

9 Lifte und 34 Pistenkilometer bietet die Skischaukel unweit von Salzburg.
© Gaissauer Bergbahn GmbH 9 Lifte und 34 Pistenkilometer bietet die Skischaukel unweit von Salzburg.

Stolze 30 Millionen Euro wollte der chinesische Großinvestor nach seinem Kauf investieren – geflossen ist jedoch nur ein kleiner Bruchteil. In den letzten beiden Jahren hatte das Skigebiet gar nicht mehr geöffnet. Es fehlte nicht nur an Personal, sondern auch an notwendigen Revisionsarbeiten. Das landschaftlich attraktive Skigebiet unweit von Salzburg benötigt dringend eine Sanierung. Nicht nur die Lifte sind in die Jahre gekommen, besonders die fehlende Beschneiungsanlage machen ein sicheres Skivergnügen über mehrere Monate unmöglich. Durch die vielen einfachen Abfahrten auf den 34 Pistenkilometern ist die Skischaukel vor allem bei Familien, Anfängern und Genussfahrern sehr beliebt. Allerdings war dies nur möglich, wenn genügend Naturschnee vom Himmel gekommen ist.

>> Hier liegt das Skigebiet

Auch wenn das Skigebiet als Schneeloch gilt, ist eine Beschneiungsanlage für einen rentablen Betrieb dringend notwendig.
© Gaissauer Bergbahn GmbH Auch wenn das Skigebiet als Schneeloch gilt, ist eine Beschneiungsanlage für einen rentablen Betrieb dringend notwendig.

Der Speicherteich ist nun auch das vorrangige Projekt für die beiden neuen Investoren, einen heimischen Unternehmer aus Krispl sowie einem Rechtsanwalt aus Wien. Auf rund 1300 Metern soll der kostspielige Teich für die flächendeckende Beschneiung in den nächsten Monaten entstehen. So wollen sie im Winter auf mindestens 90 Betriebstage kommen und unter anderem auch den Kauf von Saisonkarten deutlich attraktiver machen. Um den Speicherteich bauen zu können, müssen allerdings die Grundbesitzer zustimmen und rechtliche Fragen geklärt werden. 

Ein weiterer Kostenpunkt werden für die neuen Besitzer die Revisionsarbeiten an den 9 Liften sein. Sie rechnen mit bis zu einer Million Euro, um die zum Teil 50 Jahre alten Lifte wieder in Schuss zu bringen. In den letzten beiden Jahren hatten diese komplett still gestanden. Das Skigebiet wurde stattdessen von Tourengehern erobert. Eine große Einnahmequelle für die Hütten im Skigebiet sowie die Übernachtungsbetriebe in der Region war dies allerdings nicht. Sie alle hoffen nun auf einen Neustart des Skibetriebs ab 2021/2022, um den Tourismus wieder kräftig anzukurbeln. 

>> Die beliebtesten Skigebiete im Salzburger Land

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