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Skifahren im Corona-Winter: So sieht es in den Ländern aus

Als Redakteurin bei Skigebiete-Test habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht: Seit September 2016 bin ich leitend für den Content auf Deutschlands größtem Wintersportportal zuständig. Die Berge faszinieren mich seit jeher und auf Skiern stand ich zum ersten Mal im Kindergarten. Falls ihr Fragen oder Anregungen zu Skigebiete-Test habt, könnt ihr mich jederzeit per E-Mail unter der... Mehr erfahren

aktualisiert am May 4, 2021

Lockdowns, Reisewarnungen und Corona-Angst: Der Wintertourismus steht vor einer riesigen Herausforderung. Skigebiete und Hotels rüsten sich mit umfangreichen Hygienekonzepten, müssen aber immer wieder Zwangspausen einlegen. Wir liefern euch auf dieser Seite eine Übersicht zu den aktuellen Regelungen in den beliebtesten Wintersportländern und werden diese im Laufe der Skisaison 2020/2021 immer wieder aktualisieren.

>> Corona-Ticker: Aktuelle Meldungen aus den Skigebieten

Österreich

SKIGEBIETE VEREINZELT NOCH GEÖFFNET – An Ostern hat der Großteil der österreichischen Skigebiete die schwierige Wintersaison 2020/2021 beendet. Aktuell sind nur noch wenige Gletscherskigebiete im täglichen Betrieb, lediglich am Wochenende sind es noch ein paar mehr.

>> Liste der geöffneten Skigebiete in Österreich

Es gelten weiterhin strenge Sicherheits- und Hygieneauflagen: Die Kapazität der Seilbahnen wird auf 50 Prozent begrenzt und es muss ab 14 Jahren eine FFP2-Maske in allen geschlossenen Räumen, Warteschlangen und Seilbahnen getragen werden. In Regionen mit sehr hohen Fallzahlen benötigt man zudem einen negativen Coronatest für die Benützung der Seilbahnen. Genaue Informationen zu den jeweiligen Corona-Regeln haben wir bei jedem Skigebietseintrag aufgelistet.

>> Aktuelle Schneehöhen in Österreich

Die Liftbetreiber in Österreich hatten erst verspätet am 24. Dezember 2020 in die Skisaison starten dürfen. Bis auf wenige Ausnahmen wie Ischgl, Gurgl und einige Gletscherresorts haben damals aber alle Skigebiete die Möglichkeit genutzt und die Skilifte geöffnet. Da aufgrund der Reisewarnungen nur in Österreich lebende Tagesgäste das Angebot problemlos nutzen konnten, öffneten zahlreiche Liftbetreiber ab März nur noch am Wochenende oder stellten den Betrieb vorübergehend ein. Unterkünfte und Restaurants waren im Winter durchgängig geschlossen und werden es auch noch bis zum 18. Mai sein.

>> Ausfall der Wintersaison sorgt für Milliardenverluste im Alpenraum

Schweiz

SKIGEBIETE VEREINZELT NOCH GEÖFFNET – Die Skisaison in den Schweizer Skigebieten läuft mit umfangreichen Schutzkonzepten bereits seit Beginn des Winters. Auch Unterkünfte sind geöffnet. Lediglich während der Weihnachtszeit hatten einige Kantone den Skibetrieb gestoppt, da dort die Infektionszahlen zu hoch und gleichzeitig die Spitalskapazitäten zu gering waren, um auch noch Skiunfälle behandeln zu können. Nach Ostern hat der Großteil der Skigebiete die Skisaison beendet, lediglich die Gletscher und sehr hochgelegene Gebiete hatten weiter geöffnet.

>> Liste der offenen Skigebiete in der Schweiz

Um Gäste und Mitarbeiter in den Skigebieten bestmöglich zu schützen, wurden umfangreiche Schutzkonzepte entwickelt. Es gilt eine strenge Maskenpflicht in allen Liften, Warteschlangen und Gebäuden. Geschlossene Transportmittel dürfen nur zu zwei Drittel besetzt werden. Restaurants und deren Terrassen sind geschlossen, meist gibt es aber Take-away-Angebote. Für einige Skigebiete benötigt man zudem vorab eine Reservierung, da nur eine bestimmte Anzahl an Gästen zugelassen wird. Genaue Informationen zu den jeweiligen Corona-Regeln haben wir bei jedem Skigebietseintrag aufgelistet.

Gäste aus dem Ausland sollten beachten, dass zahlreiche Länder wie Deutschland Reisewarnungen für die Schweiz ausgesprochen haben. Bei der Rückkehr ins Heimatland sind Quarantäne und ein Coronatest einzuplanen. Hinzu kommt, dass auch die Schweiz eine eigene Risikoliste hat, sodass Einreisende aus einigen Bundesländern erstmal in Quarantäne müssen, bevor sie die Pisten erobern können (zur Liste).

Deutschland

SKIGEBIETE GESCHLOSSEN – Der Lockdown in Deutschland wurde im Laufe des Winters mehrmals verlängert und damit auch der Betreib der Seilbahnen und Lifte untersagt. Erst ab 8. März gab es in einigen Bundesländern Lockerungen, die auch einen Skibetrieb möglich machten. So durfte der Skibetrieb in Hessen und Nordrhein-Westfalen unter strengen Hygiene- und Schutzauflagen starten. Täglich geöffnet hatten dann bis weit in den April hinein die Skigebiete in Winterberg und Willingen. Die Besucherzahl war stark reduziert, Tickets wurden vorab online verkauft.

Keine Lockerungen für einen regulären Skibetrieb gab es unter anderem in Bayern und Baden-Württemberg. Alle großen Anbieter haben dort die Skisaison dann ab März abgehakt und sich auf den Sommerbetrieb vorbereitet. In Baden-Württemberg konnten zumindest einige kleine Skigebiete mit Liftvermietungen an einzelne Haushalte Geld verdienen. In Sachsen hatten sich Politiker und Liftbetreiber bereits im Januar darauf geeinigt, dass die Skisaison in diesem Winter nicht mehr gestartet wird (mehr Infos).

>> Aktuelle Schneehöhen Deutschland

Italien

SKIGEBIETE GESCHLOSSEN – Die Seilbahnen und Skilifte in Italien waren den kompletten Winter 2020/2021 geschlossen und dürfen erst nach einem weiteren Lockdown am 26. April 2021 wieder öffnen. Dieses Datum kommt für die Liftbetreiber aber zu spät, um noch einen Skibetrieb zu starten.

Für die Seilbahner in Italien war es ein Winter zwischen Hoffen und Resignation. Im Laufe des Winters gab es zwar immer wieder von der Regierung festgelegte Öffnungstermine, die aber dann doch wenige Tage vorher wieder gekippt wurden (wir berichteten). Die wirtschaftlichen Verluste sind immens. Die Hoffnung liegt nun auf staatlichen Hilfen.

>> Liftbetreiber nach Saison-Aus in Italien: „Verluste sind gravierend“

>> Aktuelle Schneehöhen Italien

Frankreich

SKIGEBIETE GESCHLOSSEN – Die Skilifte in Frankreich waren am 30. Oktober 2020 geschlossen worden und blieben es aufgrund von hohen Infektionszahlen auch den kompletten Winter 2020/2021. Mittlerweile befindet sich das Land in einem dritten harten Lockdown. 

Im Laufe des Winters waren die Corona-Maßnahmen in Frankreich vorübergehend auch etwas gelockert worden, sodass die Skiorte ihre Unterkünfte für den Tourismus öffnen konnten. Viele Franzosen nutzten das Angebot für die Erholung in der Natur und probierten alternative Wintersportarten wie Langlaufen, Tourengehen und Schneeschuhwandern aus. Für Kinder waren zudem die Zauberteppiche und Übungslifte im Tal geöffnet.

>> Aktuelle Schneehöhen Frankreich

Spanien

SKIGEBIETE GESCHLOSSEN – Die Skigebiete in Spanien waren seit Dezember durchgängig geöffnet, wobei mehrere Resorts aus wirtschaftlichen Gründen auf einen Betrieb verzichteten. Aufgrund von nationalen und internationalen Reisebeschränkungen konnte das Angebot der Skigebiete großteils nur von Einheimischen der jeweiligen Region genutzt werden.

Es galten umfangreiche Schutz- und Hygienemaßnahmen mit Maskenpflicht in Warteschlangen, Liften und geschlossenen Räumen sowie Kapazitätsbeschränkungen. Tickets mussten fast überall vorab online gekauft werden.

>> Liste: Offene Skigebiete in Spanien

Tschechien / Slowakei

SKIGEBIETE GESCHLOSSEN  – Die Skigebiete in Tschechien mussten Ende Dezember ihren Betrieb wieder einstellen. Aufgrund von stark steigenden Infektionszahlen kehrte das Land zu einem harten Lockdown zurück. Für die Skigebiete war es eine kurze Vorsaison. Sie durften erst am 18. Dezember unter strengen strengen Hygiene- und Sicherheitsauflagen und ausschließlich für Einheimische öffnen (wir berichteten). Hotels und Restaurants waren damals ohnehin noch behördlich geschlossen. Für Touristen galt zudem eine Einreisesperre.

Auch im Nachbarland Slowakei waren die Skigebiete aufgrund von hohen Infektionszahlen seit 1. Januar wieder geschlossen. Im Dezember hatten sie noch öffnen dürfen, allerdings mussten die Wintersportler damals bereits einen negativen Antigen-Test vorlegen.

Polen

SKIGEBIETE GESCHLOSSEN – Seit 20. März müssen die Skigebiete in Polen wieder geschlossen bleiben. Das Land kehrt aufgrund von stark steigenden Infektionszahlen in den harten Lockdown zurück. Auch Hotels müssen bis mindestens Mitte April wieder geschlossen bleiben. Deutschland hat Polen zudem als Hochinzidenzgebiet eingestuft, sodass ein Grenzübertritt nur noch mit negativem Test möglich ist.

Die Skigebiete in Polen hatten am 12. Februar 2021 unter Einhaltung von umfassenden Hygieneregeln öffnen dürfen (wir berichteten). Auch Hotels durften zu 50 Prozent belegt werden.

>> Aktuelle Schneehöhen in Polen

Südosteuropa

SKIGEBIETE GESCHLOSSEN – In nahezu allen Wintersportländern in Südosteuropa waren die Skigebiete im Winter 2020/2021 durchgängig geöffnet. Lediglich regional kam es zu vorübergehenden Schließungen.

Überall galten umfassende Schutz- und Hygienemaßnahmen, die mit Abstandhalten und Maskenpflicht einhergehen. Teilweise wurde bei der Ankunft am Skigebiet die Temperatur der Skifahrer gemessen. Außerdem wurden die Lifte nicht überall voll besetzt. In den größeren Skigebieten wurde zudem die Möglichkeit zum Onlinekauf der Tickets angeboten.

Das Angebot der Skigebiete richtete sich vor allem an Einheimische. Ausländische Gäste kamen aufgrund von Reisebeschränkungen nicht problemlos ins Land und mussten vielerorts eine Quarantäne nach der Ankunft  sowie auch nach der Rückkehr einplanen.

Skandinavien

SKIGEBIETE VEREINZELT NOCH GEÖFFNET  – Die Skigebiete und Hotels in Schweden, Finnland und Norwegen waren seit Beginn des Winters 2020/2021 durchgängig geöffnet. Die Betreiber haben dafür im Vorfeld Schutzkonzepte erstellt. Wichtigster Punkt darin ist das Abstandhalten zu fremden Personen und die Reduzierung der Kapazitäten. Im Gegensatz zu den Alpen-Skigebieten spielt das Tragen von Masken aber nur selten eine Rolle. Für Ausländer ist eine Einreise nicht problemlos möglich und mit Coronatest sowie auch Quarantäne verbunden. Norwegen hat zeitweise sogar eine Einreisesperre verhängt.

>> Offene Skigebiete in Norwegen

>> Offene Skigebiete in Schweden

>> Offene Skigebiete in Finnland

Nordamerika

SKIGEBIETE VEREINZELT NOCH GEÖFFNET – Mit umfangreichen Sicherheitskonzepten läuft die Skisaison in Nordamerika seit Beginn des Winters. Sowohl in den USA als auch in Kanada waren die Skipisten fast überall geöffnet und sind es in hochgelegenen Region auch noch im April. Lediglich in sehr stark betroffenen Regionen wurde der Betrieb im Laufe des Winters vorübergehend eingestellt. Dazu gehörte unter anderem auch Whistler Blackcomb, wo die Infektionszahlen im März explodiert sind und die Saison vorzeitig beendet wurde (mehr Infos).

Es gilt in Nordamerika eine strenge Maskenpflicht in Gebäuden und Abstandsregeln. In den Liften müssen Wintersportler nicht mit fremden Personen in einer Kabine sitzen. Tickets können nahezu überall nur online gekauft werden, da die Besucherzahlen limitiert wurden. Tagestickets werden begrenzt. Großteils sind auch für Saisonpass-Inhaber Reservierungen für den Skitag nötig. Ausländische Touristen können nicht ins Land, es gelten sowohl für die USA als auch für Kanada Einreisesperren.

>> Liste: Geöffnete Skigebiete in Nordamerika

>> Artikel: Corona-Maßnahmen der Skigebiete in USA und Kanada

>> Artikel: Stark steigende Coronazahlen: Whistler muss Skisaison stoppen

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Forum und Usermeinungen

Annavor 2 Monaten
Wer mit eigenem PKW nach Polen einreist, muss nicht in die Quarantäne und kann auch ohne einen Test einreisen. Die Vorgaben betreffen nur Einreisende mit einem Bus, Zug oder Flugzeug.
Michelvor 4 Monaten
Aus allen bekannten Statistiken geht eindeutig hervor, das vor allem Senioren ab 70 und Menschen mit schweren Vorerkrankungen an Lunge oder Herz gefährdet sind. Deshalb halte ich sämtliche Massna...
Martinvor 4 Monaten

Der erste Corona-Tote meiner Stadt (Bochum) war 54 Jahre ohne Vorerkrankungen. Ansteckung in Österreich beim Skifahren in 2020! Es gibt auch jetzt ausreichend aktuelle Fotos von fehlenden Abständen beim Anstehen am Lift. Die Maßnahmen sind also nicht sinnlos sondern nicht ausreichend.

Danvor 3 Monaten

Ich bin knapp 70 und grade drei Tage Snowboard gefahren. Obwohl in jeder Schneeflocke eine Bazille lauert, bin ich immer noch gesund. Die einzige Gefahr ist, dass ich stundenlang den Berg hochlaufen muss, weil Merkel die Lifte verboten hat. Bei der Wahl im September bekommt sie die Quittung.

Ernstvor 5 Monaten
Die Gebiete in Graubünden sind im Moment kaum ausgelastet. Es gibt kein Anstehen, konsequente Maskenpflicht und Restaurants sind zu und bei den Abholstellen ist Alkoholausschank verboten. Also, wo...
Elkevor 6 Monaten
Aufenthalt in frischer Luft ob skifahren oder wandern schadet nicht was ja bekannt ist. Man sollte die Kirche im Dorf lassen bei der Vorbereitung der skigebiete! Es hört sich für mich nach reine...
Erhardvor 6 Monaten

Da machst du dir etwas zu einfach. Es ist unbestritten, dass das skifahren an der frischen Luft gar kein Problem darstellt und sogar der Gesundheit dient. Aber, wenn man ehrlich ist, dann ist die Situation doch etwas anders. Die Zeit in der man an einem Skitag tatsächlich mit den Skiern abfährt ist doch eher gering. Das sind vermutlich nicht mehr als 2 bis 3 Stunden. Bei vielenTagestouristen sieht der Skitag eher so aus. Morgens um 5h in den Skibus. Nach 3 Stunden ist man im Skigebiet . Anstehen zum Kartenkaufen und 1h später ist man schliesslich oben im Schnee. In den nächsten Stunden fährt man zur Hälfte ab und zu Hälfte steht man am Lift an und fährt hoch. Dann kommt noch 1 Stunde Mittagspause hinzu und Nachmittags vielleicht noch ein Kaffee mit Apfelstrudel. Am späten Nachmiitag geht es wieder runter ins Tal, dann in den Bus zur 3- stündigen Rückfahrt nach Hause. D.h., ein solcherTagesausflug führt über mindestens 10 Stunden zu ganz vielen Kontakten und das ist kritisch. Dabei habe ich Apres-Ski und feiern komplett aussen vor gelassen.

Hansvor 6 Monaten
Wenn sich Gäste auch dran halten. Abstandsrgeln haben sie, aber es gibt immer welche denen es egal ist. lg
Stefanvor 6 Monaten

Hier mein Tag im Schnee: Aufstehen, zu Fuß, mit dem Auto oder Skibus zum Lift, hochfahren, abfahren, zwischendurch Snacks und mittags eine Semmel und Banane. Bis zum Tagesende weiterfahren, duschen Tag ausklingen lassen.Begrenzt man die Zahl der Menschen im Skibus und in den Gondeln und achtet rigoros auf Masken und Abstand, dann spricht hygienisch überhaupt nichts gegen Skibetrieb. Die Beherbergungsbetriebe müssen natürlich ebenfalls auf Hygieneregeln achten, aber dann kann es gut funktionieren. Ich habe das im Oktober erlebt. Trotz eines positiv-Falls in der Gruppe hat sich niemand infiziert, weil man überall Masken getragen, gelüftet und Abstand gehalten hat. Wir dürfen/müssen/sollen im Alltag doch auch weiterhin arbeiten, Bus und Zug fahren und schicken unsere Kinder jeden Tag in volle Schulen, wo 30 Leute in einem kleinen Raum aufeinander treffen. Da kann ich nichts finden, was gegen einen eingeschränkten Skibetrieb spricht...

Jörgvor 5 Monaten

....und in Skandinavien gibt es selten sogar Masken. Weder beim Skifahren, noch sonst wo. Nur mal so zur Info.

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