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Wintersport-Events wieder mit Zuschauern möglich?

Auf Skiern stand ich schon als Kind und kann es seitdem jeden Winter aufs Neue kaum erwarten wieder auf die Piste zu kommen. Deshalb ist es umso schöner, dass ich nach meinem Studium in Medien und Kommunikation einen Job als Redakteurin bei Skigebiete-Test gefunden habe, in dem sich alles um mein Lieblings-Hobby dreht. Wenn ihr Fragen zu mir oder rund um das größte Wintersportportal... Mehr erfahren

aktualisiert am Jul 20, 2020

Der letzte Winter war eine schwierige Saison für den professionellen Wintersport. Erst machte der mangelnde Schnee Probleme, dann kam Corona und damit das vorzeitige Ende der Saison. Die schwierigen Rahmenbedingungen durch Covid-19 werden sich auch in der nächsten Saison fortsetzen. Die Wettkämpfe sollen aber wieder stattfinden können – womöglich sogar mit Zuschauern. An einem entsprechenden Konzept arbeiten die Verbände mit Hochdruck. „Mit Maß und Ziel“ - lautet die Devise von Stefan Schwarzbach vom Deutschen Skiverband.

Deutsche Organisatoren sind optimistisch

14 Ski- und Biathlonevents sind in der nächsten Saison in Deutschland geplant.
© Ingo Jensen, OK Vierschanzentournee 14 Ski- und Biathlonevents sind in der nächsten Saison in Deutschland geplant.

Die Corona-Pandemie stellt den Wintersport vor neue Herausforderungen. Deshalb hat die Initiative „Dein Winter. Dein Sport.“ jüngst eine Video-Konferenz auf die Beine gestellt, an der mehr als 100 Vertreter der Branche teilnahmen (wir berichteten). Stefan Schwarzbach vom DSV, Hanns-Michael Hölz von Snowboard Germany und Peter Hennekes vom DSLV gaben dabei einen interessanten Einblick in die aktuelle Situation sowie einen Ausblick, was im kommenden Winter zu erwarten ist.

Für die Saison 2020/2021 sind in Deutschland 14 Ski- und Biathlon-Events geplant. Neben 11 Weltcup-Veranstaltungen in den Ski Disziplinen Alpin, Ski Cross, Skisprung, Langlauf und Nordische Kombination finden in Oberstdorf auch die FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaften 2021 statt. Weitere Highlights sind die Biathlon-Weltcups in Ruhpolding und Oberhof sowie die Biathlon World Team Challenge auf Schalke. Das sind insgesamt 33 Event-Tage.

Nach heutigem Stand sollen diese in Absprache mit FIS und IBU durchgeführt werden, wenn möglich sogar mit Zuschauern. Die Verantwortlichen sind vorsichtig optimistisch, dass Fans im nächsten Winter wieder live vor Ort mitfiebern können, wenn auch in eingeschränkter Zahl. Denn der Vorteil des Wintersports ist, dass die Veranstaltungen im Freien stattfinden und sich über eine größere Fläche verteilen.

Da die Infrastruktur wie Tribünen häufig speziell für die Wettkämpfe aufgebaut werden, können hier leichter die notwendigen Vorkehrungen für Hygienekonzepte umgesetzt werden. So sind zum Beispiel „Einbahnstraßen“ denkbar, bei denen die Zuschauer die Ränge nur in einer Richtung betreten bzw. verlassen dürfen. Da bei Freiluft-Veranstaltungen im Winter die meisten Besucher sowieso Schals oder Tücher tragen, wäre auch eine mögliche Vorschrift zu Mund-Nase-Bedeckungen keine große Umstellung. Der Deutsche Skiverband arbeitet im Austausch mit anderen Verbänden wie FIS oder DOSB an der Entwicklung eines Hygienekonzepts.

Das Ziel ist klar formuliert: Wettkämpfe sollen wieder stattfinden – möglichst mit Zuschauern. Was bleibt ist allerdings die Unsicherheit. Es ist noch nicht absehbar, wie sich die Corona-Lage weiter entwickelt. Das führt zum Problem einer fehlenden Planungssicherheit. Im Herbst sollen aber Entscheidungen getroffen werden, in welcher Größenordnung die Events möglich sind und wie diese umgesetzt werden können.

Alle Weltcup-Termine im Überblick

Hier findest du die Weltcup-Kalender 2020/21 mit allen vorläufigen Terminen:


Weitere Highlights

Keine Trainingslager in Übersee

Die Vorbereitung findet dieses Jahr nicht auf der Südhalbkugel statt, sondern in den Alpen, z.B. am Stilfser Joch.
via Facebook   © DSV Alpin Die Vorbereitung findet dieses Jahr nicht auf der Südhalbkugel statt, sondern in den Alpen, z.B. am Stilfser Joch.

Die Einschränkungen durch das Coronavirus haben auch Auswirkungen auf die Vorbereitung der deutschen Athleten. In einigen Disziplinen gibt es durchaus gute Off-Snow Möglichkeiten zum Training, in anderen Bereichen wie Alpin hingegen ist das etwas schwieriger. Inzwischen ist aber für alle wieder ein halbwegs normales Training möglich. Zur Vorbereitung war ursprünglich ein Überseetrainingslager in Chile geplant, das nun aber wegen Corona ausfallen musste. Das sei besonders schade, so Stefan Schwarzbach vom DSV, weil der Winter in Chile in diesem Jahr besonders gut ist (wir berichteten).

Da seit Juni die Sommerskigebiete der Alpen wieder geöffnet sind, gibt es aber auch hier wieder Trainingsmöglichkeiten für die Alpinen Skiläufer. Seit dem 15. Juli sind auch die Grenzen in Norwegen wieder geöffnet. Somit können nun auch die skandinavischen Gletscher zur Vorbereitung genutzt werden.

Die Snowboarder nutzen eigentlich das Frühjahr für Materialtests und die Arbeit an neuen Tricks. Durch den Corona-Ausbruch und die damit verbundene Schließung der Skigebiete, hat sich die Testphase in diesem Jahr auf den Sommer verschoben. Aktuell sind die Athleten in kleinen Gruppen im Kaunertal, Saas-Fee und Zermatt unterwegs. Auf dem Snowboard-Eventkalender stehen im Februar 2021 auch die Weltmeisterschaften in China. Ob diese ausgetragen werden können, ist aktuell noch unklar.

Auswirkungen auf den Skiurlaub

Nicht nur der Profisport ist von den Corona-Einschränkungen betroffen. Was die Pandemie für euren Winterurlaub bedeutet, erfahrt ihr in unserem ersten Artikel zum Thema:

>> Was bedeutet Corona für den Winter 2020/21?

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